Julia auf dem Balkon im Büro Düsseldorf mit Herbstlaub; moderne Stadtlandschaft im HintergrundJulia auf dem Balkon im Büro Düsseldorf mit Herbstlaub; moderne Stadtlandschaft im Hintergrund

Interview mit Julia, Projektmanagerin bei interone

Wir haben mit Julia, Projektmanagerin im Bereich e-Government bei interone, über ihren Quereinstieg in die IT gesprochen und wie sie dabei „die Seiten gewechselt hat“ – von der Arbeit im öffentlichen Dienst hin zur Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Sie erzählt uns, wie sie mit ihrer Erfahrung aus der Bundesbehörde nun bürokratische Abläufe optimiert, gibt Einblicke in ihre Rolle zwischen Behörden und Entwicklungsteams und erklärt, was sie an ihrer Arbeit bei interone schätzt.

Hi Julia, was ist deine Rolle bei interone und welche Aufgaben übernimmst du?

Ich bin als Projektmanagerin im Bereich e-Government für die Prozessdigitalisierung tätig, insbesondere für die Digitalisierung von Verwaltungsverfahren. Dabei ist meine Aufgabe, vereinfacht gesagt, die Rolle einer „Übersetzerin“ zu übernehmen, die fachliche Anforderungen und Prozesse für die technische Umsetzung aufbereitet. Das heißt, ich stehe zwischen den Behörden, die diese digitalen Prozesse benötigen, und den Entwicklungsteams, die diese Prozesse umsetzen.

Der Fokus liegt darauf, wie bestehende Verfahren digitalisiert werden können – dabei bringe ich meine Erfahrung aus dem öffentlichen Dienst ein. Ich habe dort in einer Bundesbehörde gearbeitet und bin so mit vielen Abläufen und Fördermitteln vertraut.

 

Kannst du das an einem konkreten Projekt beschreiben?

Zu Beginn meiner Tätigkeit bei interone wurde ich recht schnell zur Unterstützung für das Fazit-Projekt hinzugezogen, in dem eine zentrale Fördermittelplattform in Bayern aufgebaut wird.

Das Ziel ist es, dass alle Fördermittelprozesse, wie beispielsweise die Beantragung von Fördermitteln für private Ladestationen für E-Autos, zentral und vereinfacht über eine Plattform abgewickelt werden können. Meine Aufgabe besteht darin, die oft sehr komplexen und bürokratischen Abläufe in den bestehenden Prozessen zu analysieren und sie so zu vereinfachen und zu optimieren, dass sie in einer digitalen Plattform abgebildet werden können.

 

Spannend! Und wie bist du in die IT und ins Projektmanagement gekommen?

Es war eigentlich eher Zufall. Ich hatte zuerst Medienwirtschaft studiert und mich dann neu orientiert. Durch eine Jobberatung bei der Agentur für Arbeit kam ich dann als Verwaltungsfachangestellte in den öffentlichen Dienst. Ich merkte schnell, dass mir Kommunikation, Organisation und Rechtstexte liegen und ich mich gut in die Verwaltungsstrukturen einfinden konnte. Allerdings stellte ich fest, dass im öffentlichen Dienst viel an Qualifikationen und Zeugnissen hängt und die Aufstiegschancen trotz guter Arbeit und Motivation mit einer klassischen Ausbildung begrenzt sind.

Auf der Suche nach neuen Perspektiven kam ich auf die Idee, mich in Richtung IT weiterzubilden. Nebenberuflich habe ich angefangen, ein Bootcamp zu besuchen und Grundkenntnisse in der Webentwicklung gesammelt. Ab da habe ich das Ziel verfolgt, in die IT-Branche zu wechseln. Das hat mich zu interone geführt hat und jetzt mache ich berufsbegleitend ein Studium in Softwareentwicklung.

 

Was begeistert dich an der IT und deiner jetzigen Arbeit?

Ich mag es sehr, Lösungen zu entwickeln, die den Alltag der Menschen erleichtern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie kompliziert manche Prozesse im öffentlichen Dienst sind – besonders, wenn es keine passende Anwendung gibt und man sich mit verschiedenen Tools behelfen muss. Als ich beispielsweise auf einer Konferenz unsere neue Plattform vorgestellt habe, war ich überzeugt davon, dass dieses Tool für viele eine echte Arbeitserleichterung darstellt. Das ist ein gutes Gefühl, denn so weiß ich, dass ich einen echten Mehrwert schaffe.“

Wie erlebst du das Arbeitsumfeld bei interone?

Bei interone erlebe ich eine wertschätzende Kultur, die nicht nur behauptet wird, sondern wirklich gelebt wird. Bereits kurz nach meinem Start lernte ich bei der „one conference“ die Unternehmenswerte kennen, mit denen ich mich direkt identifizieren konnte. Die authentische und offene Kultur zeigt sich im Arbeitsalltag deutlich: Jede Person kann so sein, wie sie ist, und positives Feedback wird direkt und konstruktiv gegeben.

Ein Beispiel ist das vorgezogene 100-Tage-Feedbackgespräch, bei dem meine Arbeit frühzeitig anerkannt wurde – eine völlig neue Erfahrung für mich, da ich vorher in einer stark hierarchischen, konservativen Umgebung tätig war. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe und schätzt die individuelle Expertise jedes Einzelnen. Das gibt mir das Gefühl, wirklich wertvoll für das Team zu sein und dass meine Leistung zählt.

Julia sitzt auf einem roten Sofa in einem gut beleuchteten Raum mit weißen Wänden.
Julia arbeitet an einem Schreibtisch mit Computer und Laptop in einem Büro mit großen Fenstern.
Julia sitzt auf einem roten Sofa in einem gut beleuchteten Raum mit weißen Wänden.
Julia arbeitet an einem Schreibtisch mit Computer und Laptop in einem Büro mit großen Fenstern.

Wie erlebst du das Arbeitsumfeld bei interone?

Bei interone erlebe ich eine wertschätzende Kultur, die nicht nur behauptet wird, sondern wirklich gelebt wird. Bereits kurz nach meinem Start lernte ich bei der „one conference“ die Unternehmenswerte kennen, mit denen ich mich direkt identifizieren konnte. Die authentische und offene Kultur zeigt sich im Arbeitsalltag deutlich: Jede Person kann so sein, wie sie ist, und positives Feedback wird direkt und konstruktiv gegeben.

Ein Beispiel ist das vorgezogene 100-Tage-Feedbackgespräch, bei dem meine Arbeit frühzeitig anerkannt wurde – eine völlig neue Erfahrung für mich, da ich vorher in einer stark hierarchischen, konservativen Umgebung tätig war. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe und schätzt die individuelle Expertise jedes Einzelnen. Das gibt mir das Gefühl, wirklich wertvoll für das Team zu sein und dass meine Leistung zählt.

Wie sieht dein Arbeitsalltag als Projektmanagerin aus?

In unseren Dailies berichten wir zunächst über den Status des Vortages und darüber, was für den Tag ansteht. Sollte jemand Hilfe benötigen, gibt es Raum, das anzusprechen. Der Austausch ist immer produktiv, und gleichzeitig herrscht eine lockere Atmosphäre, die ich sehr schätze. Dieser Umgang hilft, dass wir uns gegenseitig motivieren, auf Augenhöhe begegnen und schafft Vertrauen – für mich ein entscheidender Faktor, der unseren Arbeitsstil auszeichnet.

Neben dem Austausch innerhalb des Teams gibt es auch regelmäßige Kommunikation mit dem Kunden. Dabei bin ich in meiner Rolle als Projektmanagerin oft die erste Anlaufstelle. Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, Anforderungen zu erfassen und Lösungen zu entwickeln oder auf mögliche Hürden hinzuweisen. Ich fungiere dabei als Kommunikationsbrücke zwischen dem Kunden und den Fachabteilungen, etwa den Entwicklerinnen und Entwicklern.

 

Wie sieht die Zusammenarbeit im Team aus?

Auch wenn ich hauptsächlich mit Kolleginnen und Kollegen aus Düsseldorf arbeite, ist die Teamstruktur dezentral organisiert. Zum Beispiel sitzt ein Entwickler in Kiel, während einige unserer Projektbeteiligten in Hamburg oder anderen Standorten tätig sind. Insbesondere bei interdisziplinären Projekten im Bereich der Prozessdigitalisierung arbeiten wir daher ortsübergreifend. Diese Flexibilität ermöglicht es, Expertise standortunabhängig einzubeziehen.

 

Welche Herausforderungen begegnen dir in deinem Job?

Die größte Herausforderung in meinem Job ist es, die Erwartungen der Beteiligten zu treffen und eine klare Kommunikation aufrechtzuerhalten. Kommunikation ist das, was mir am meisten Spaß macht, aber sie birgt auch das größte Potenzial für Missverständnisse. Besonders herausfordernd wird es, wenn ich mit sehr spezialisierten Fachleuten zu tun habe, die tief in ihrer eigenen Welt sind. Da muss ich dann eine Balance finden: Wie schaffe ich es, alle Details verständlich zu vermitteln, ohne zu überfordern? Das ist oft wie beim Übergang von Buch zum Film – die Vorstellungen gehen auseinander. Man kann leicht enttäuscht sein, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. Daher ist es mir wichtig, früh Visualisierungen zu nutzen und eng im Austausch zu bleiben.

 

Wie bildest du dich weiter und was hilft dir dabei?

Praktisches Lernen und der Austausch mit anderen ist für mich der Schlüssel. Klassisches Bulimie-Lernen, bei dem man sich möglichst viel Wissen in kurzer Zeit aneignet, um es dann wieder zu vergessen, bringt mir wenig. Ich lerne viel besser, wenn ich Dinge aktiv umsetze oder mit einer Person darüber spreche, die das Thema gut erklären kann. Ein Beispiel ist mein Webentwicklungs-Bootcamp. Dort gab es hervorragende Lehrvideos und praxisnahe Aufgaben, die es mir leicht gemacht haben, dranzubleiben. Das hat mir wirklich Spaß gemacht und hat mich motiviert, weil ich schnell sehen konnte, was ich schaffe.

 

Was begeistert dich im Leben?

Ich liebe es, wenn man sich kommunikativ die Bälle zuwerfen kann. Ein offener, lebendiger Austausch, bei dem man sich gegenseitig inspiriert und auf Augenhöhe begegnet – das gibt mir sehr viel. Dabei spielt es für mich keine Rolle, woher jemand kommt oder was er oder sie mitbringt. Es ist das Miteinander, welches für mich zählt. Das ist etwas, was ich in meiner Arbeit genieße und was mich auch im Alltag fasziniert. Ich finde es schön, wenn an der Supermarktkasse eine spontane Unterhaltung entsteht, einfach weil der Vibe stimmt und etwas Lustiges passiert. Kommunikation ist für mich ein zentrales Element, das mir Lebensfreude gibt. Außerdem habe ich zwei Katzen, die ich über alles liebe.

Neue Teamplayer willkommen!